Planung

Planungsschritte und erforderliche Untersuchungen

Der Landkreis Sigmaringen hat die Aufgabe vom Land übernommen, eine Planung für eine neue Verbindung zwischen Mengen und Meßkirch zu erstellen. Im April 2019 beauftragte der Kreistag die Verwaltung damit, den Planungsprozess zu starten.

Folgende Schritte sind unter anderem für eine Straßenplanung mit Variantenvergleich bis zu einer genehmigungsfähigen Planung notwendig:

  1. Erstellung einer Verkehrsuntersuchung zum Ist-Zustand, der zukünftigen Verkehrsentwicklung für das Prognosejahr 2035 für den Planfall 0 (Status Quo) und der Verkehre auf den jeweiligen Trassenvarianten (Planfälle).
  2. Erarbeitung einer Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), in der die Auswirkungen möglicher Trassenvarianten auf den Menschen, die Umwelt und Natur beschrieben werden. Fachgutachten zu Forst, Flora und Fauna liefern weitere detaillierte Informationen zur UVS.
  3. Die technische Planung arbeitet unterschiedliche mögliche Trassenvarianten aus und berücksichtigt dabei alle Fachgutachten wie z.B. die Baugrunduntersuchung.
  4. Ein Fachgutachten zu Lärm- und Luftschadstoffen gibt Aufschluss über die Wirkungen der unterschiedlichen Trassenvarianten.
  5. All diese Informationen fließen in die vergleichende Bewertung möglicher Trassenvarianten ein.  Als Ergebnis nach der Vorplanung steht eine Variantenempfehlung, die in den weiteren Planungsprozessen (Entwurfsplanung, Genehmigungsplanung) zu einem genehmigungsfähigen Feststellungsentwurf ausgearbeitet wird.

2028 will der Landkreis Sigmaringen dem Regierungspräsidium Tübingen eine genehmigungsfähige Planung übergeben, damit das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden kann.

Verkehr

Auf der neuen Verbindung zwischen Mengen und Meßkirch sollen die Pkw- und Lkw-Verkehre gebündelt werden, die in Zukunft in diesem Raum unterwegs sind.

Mensch, Natur und Umwelt

Um eine möglichst verträgliche Trasse finden zu können, wird der gesamte Prüfraum flächendeckend untersucht.

Technische Planung

Aufgabe ist, die in die engere Wahl kommenden Varianten genauer zu definieren und vorläufige „Baupläne“ zu erstellen. Auch die Kosten sind abzuschätzen.

Geschichte der Planung und Verfahren

Erste Überlegungen zu einer Entlastung der Ortsdurchfahrten im Landkreis Sigmaringen wurden bereits in den 90er Jahren angestellt.

Aktuelle Varianten in der Diskussion

Ausgehend von der linienbestimmten Nordtrasse wird ergebnisoffen im Prüfraum zwischen der B311 und B313 nach möglichen Trassenvarianten gesucht.